WAZ , 06.12.2009

 

Start mit Sternen -
Ohrenschmaus
VON NICOLE KRZEMIEN

Heiligenhaus (WAZ) Ensembles der Musikschule luden zum Weihnachtskonzert in die Kant-Aula.

Die Musikflöhe „tanzten” mit ihren Sternen über die Bühne bis zu den Gemütern des Publikums, das sich an den kleinsten Musikern erfreute. So begann das traditionelle Weihnachtskonzert der Musikschule in der Kant-Aula.

Da die Jüngsten bereits die Herzen der Zuschauer erobert hatten, war es dann auch nicht so schlimm, dass „Joy to the world” des gesamten Ensembles zu Beginn sehr schleppend in den Takt kam. Das sollte sich im Verlauf ändern und konnte von Andreas Dietrich, einem der drei Leiter der Musikschule und Moderator des Abends, auch erläutert werden: „Es war schwierig zu proben, da so viele krank waren und noch sind. Bedingt dadurch konnte leider auch das Schlagzeugensemble nicht auftreten.” Den ersten großen Applaus mit begeisterten Pfiffen erhielt der Kinderchor unter der Leitung von Annette Söllinger, insbesondere die letzte Darbietung „The little light of mine” meisterten die 14 Mädchen, teilweise mit Solo-Einlagen wunderbar. Überhaupt überzeugten die Gesangseinlagen, auch die „Happy X-mas”-Version von John Lennon, vorgetragen von Magdalena Wolk und Carolin-Lisa Marienfeld, die im Duett und einzeln mit einer dezenten Choreographie einfach Freude bereiteten. Auch ihnen sowie indirekt ihrer Lehrerin Yoshiko Hara gebührte ein besonderer Applaus. Absolut herausragend trug die Sängerin Simone Wiegert mit ihrer äußerst warmen Stimme „Moonlight in Vermont”, am Klavier begleitet von Roland Nikolait, vor. Kaum zu glauben, aber die Heiligenhauser Version von Duke Ellingtons „Mood Indigo”, im Duett gesungen von den beiden, stand durch ihre Andersartigkeit dem Original in der Qualität keinen Deut nach.

Doch auch die anderen Ensembles gaben tolle Stücke zum Besten gegeben. Die Streicher trugen Bachs „Badinerie” leicht vor und es wurde toll ergänzt durch die Leistung des Orgelsolisten Tom Hühne. Das Gitarren-Ensemble, unter der Leitung von Christopher Thomas, spielte besonders akkurat. Auch das Akkordeonorchester verbreitete in Zusammenarbeit mit Querflöten, Klarinetten, Keyboards und Schlagzeug eine schöne beschwingte Atmosphäre.

In diese Fußstapfen traten auch die vier Musiker der „Swinxxxxx”, die mit ihrem Medley „Miller Magic” einen echten Swing rüberbringen konnten. Die drei jungen Männer mit ebensolcher Dame machten deutlich, wie mitreißend diese aus dem Jazz entstandene Musik wirklich ist. Das Blasorchester, geleitet von Barbara Trottmann, zeigte seine Vielseitigkeit mit dem Stück „Lion King” aus dem Film „König der Löwen”. Zu guter Letzt spielten wieder alle Ensembles zusammen: es war klasse!