WAZ , 08.06.2010




Erfrischendes Sommerkonzert
von Nicole Krzemien

Heiligenhaus. Zur strahlende Juniwärme gaben die Akteure der Musikschule beim Konzert in der Immanuel-Kant-Aula eine bunte Mischung erfrischender Stücke zum Besten. Traditionell starteten die Kinder der musikalischen Früherziehung in das Programm: mit einem zauberhaften Tanz. Die Vier- bis Sechsjährigen ließen auf der Bühne Gymnastikbänder kreisen – so bunt wie die Mischung, die dieses Sommerkonzert ausmachte. Ein Konzept, das definitiv aufging.

Zum einen wurden traditionelle Stücke geboten wie „Bella Bimba“ von den Blockflöten. Den Bereich „Pop“ deckte beispielsweise das Akkordeonorchester mit „It’s my life“ ab und erntete den verdienten Applaus. Das Streichorchester gab ein Allegro des ungarischen Komponisten Bela Bartok zum Besten und wurde ebenfalls lautstark belohnt.

Die ersten Bravo-Rufe ernteten Kai Angermann, Schlagzeuglehrer der Musikschule, und seine Schüler mit dem „Bongo Song“. Das deutlich jüngste Mitglied, Elias Schmidt-Sicking (12), war begeistert: „Es hat mir voll Spaß gemacht, rhythmisch mit den anderen zu spielen.“

Das Konzept ging auf
Ebenso überzeugend: das smarte Saxofon-Quartett Swinxxxxxxx, das mit der Unterstützung von Keyboard, Schlagzeug und Gitarre den Swing problemlos auf die andere Seite der Aula brachte.
Sängerin Magdalena Wolk stellte beim „Scarborough Fair“ eindrucksvoll unter Beweis, wie schön ihre Stimme klingt: Klar und hell, getragen von der vorzüglichen Akkordeon-Begleitung.
Besonders akkurat zeigte sich wieder Christopher Thomas mit seinen Gitarrenschülern. Mit seiner Stückauswahl, darunter zum Beispiel „Lady Madonna“ von den Beatles, erreichte er zielsicher das Publikum, das im Takt mitwippte.
Barbara Trottmann glänzte mit ihren Bläsern und vielseitigen Klängen – ein guter Griff war auch hier die Auswahl der Stücke: „Back to the future“ und „Die Pinien von Rom“ bekamen den verdienten Applaus.

Großes Finale mit 100 Musikern
Zwei Herren dürfen nicht ungenannt bleiben. Zum einen Dr. Walter Kaiser, der kurzweilig Interessantes zum Dudelsack preisgab – ursprünglich ist dieser nicht von den Schotten erfunden worden, sondern kommt aus der arabischen Welt –, bevor er mit zwei weiteren Schüler die Sackpfeifen zum Klingen brachte. Und zum anderen Andreas Dietrich, der nicht nur als Moderator überzeugte: Mit seinem Akkordeon begleitete er die Blöckflöten, am Keyboard die Dudelsäcke, am Kontrabass die Gitarren – ein echter Allrounder.
Wenn eine Musikschule ein Konzert gibt, darf eines nicht fehlen: das Finale mit allen Ensembles. An diesem Abend waren es etwa 100 Musiker, die zwei zusammengefasste Chris de Burgh-Songs durch die Aula klingen ließen. Ein kraftvolles Stück, dass sie gleich zweimal ertönen ließen. Ein wunderbarer Abschluss.