WAZ , 10.05.2009

 

Einstimmung auf den Geburtstag
VON MICHAEL NUßBAUM

Heiligenhaus (WAZ) Musikschule gab ein Mai-Konzert.
In und vor der Aula war viel los

40 Jahre alt wird die Musikschule im Herbst – also beinahe ein Jubiläum. Gefeiert werden soll der Geburtstag u.a. mit den Weihnachtskonzerten. Dass das Geburtstagskind in voller Blüte steht, zeigte sich aber schon am Wochenende beim Frühlingskonzert.

Das fand in der Aula des Gymnasiums statt – und davor. Denn dort waren Grill und Getränkestand für die Musikschulfamilie aufgebaut. Dass dazu eine Menge Leute gehören, bewies nicht nur das Konzert mit vielen Mitwirkenden und Helfern im Hintergrund: Das zeigt sich auch beim Blick in die Statistik. 600 Schüler hat die städtische Musikschule, noch einmal 350 Leute stehen auf der Warteliste. Nicht schlecht also dafür, dass Heiligenhaus die wohl kleinste Gemeinde in NRW mit eigener Musikschule ist.

Da wundert es nicht, dass das Programm sich wieder äußerst abwechlungsreich gestaltete. Angefangen mit den Kleinsten von der Musikalischen Früherziehung und den Blockflötenspielern. Die gefielen u.a. mit dem „Lummerlandlied” aus der Augsburger Puppenkiste. Gleichaltrige Zuhörer klopften im publikum den Takt mit, summt später sogar die Melodie des Pausengongs nach.

Die älteren Musikschüler wussten ebenso zu gefallen. Zum „YMCA” der Akkordeonspieler zeigten die Bläser entsprechende Gestik. Der Gitarrenkreis wagte sich an die eigentlich als unspielbar geltende „Bohemian Rhapsody” – dargebracht von einem Oktett aus E-Gitarristen. Ruhiger, besinnlicher wurde es mit „Every Breath You Take”, dargebracht an akustischen Gitarren. Die moderne Note steuerten einmal mehr die Schlagwerker bei. Recht laut wurde es bei der neu formierten Big Band. Als Solistinnen bewiesen sich Simone Wiegert und Sarah Kribben (in Schuberts „Ave Maria”, dem einzigen sakralen Element im Programm).