WAZ, 17.12.2012

 

Festliche Glockenklänge

Die Musikschule läutet die Weihnachtszeit mit einem gelungenen Mix aus traditionellen Klassikern und Radiochartstürmen ein. Wie das Booklet einer gut bestückten Weihnachts-CD las sich das bordeauxrote Programmheft der Musikschule. Beim Weihnachtskonzert spielten die Ensembles einen gelungenen Mix aus traditionellen Klassikern, die am Heiligabend nicht fehlen dürfen, und Radiochartstürmern der vergangenen Jahrzehnte. Die beiden großen Ensembles der Musikschule bewiesen, wie eingespielt sie sind.
Der herb-würzige Duft von Glühwein weht durch das Foyer der Aula. Und weil sich lauwarmer Rotwein nicht mit Kindern verträgt, Türmen sich auf dem Tisch daneben Plätzchen- und Stollenberge auf.

Verschiedene Ensembles
Aber auch die großen Geschwister dürfen nicht zum wärmenden Würztrunk greifen. Mit einem dicken Kopf ist die Gefahr einfach zu groß, sich ordentlich auf der Tonleiter zu vergreifen. Während der Glühwein noch einmal aufgewärmt wird, begrüßt Musikschulleiter Andreas Dietrich die vielen Zuhörer: „Das diesjährige Konzert steht unter dem Motto Jingle Bells. Das ist sehr passend, denn in der Musikschule läuten ganz viele kleine Glocken, wie die Musikalische Früherziehung und auch große Glocken in Form der verschiedenen Ensembles.“

Vivaldi und Ghostbusters
Und genau diese vielen Glocken können jetzt beweisen, was sie alles gelernt haben. Der Kinderchor darf als erstes auf die Bühne. Mit dem großen Ensemble im Rücken stimmen die Nachwuchsmusiker traditionelle Töne an. Von seiner sehr festlichen „Saite“ zeigt sich auch das Celloensemble. Die dunklen Töne von Antonio Vivaldis verschneiter vierter Jahreszeit passen perfekt in das Programm.
Abwechslung zu den sehr traditionellen Stücken ihrer Vorgänger bietet das große Blasorchester. Mit schwarzer Sonnenbrille auf der Nase wagen die jungen Musiker den „Night Ride Through Metropolis“ und entführen das Publikum in die von Fritz Lang geschaffene Zukunftsvision. Ebenfalls eine Pause von weihnachtlichen Klängen legt das Ensemble Surprise ein. Mit unwahrscheinlich vielen Klangfarben interpretieren sie die großen Hits der englischen Sängerin Adele und verleihen den Stücken einen sehr eleganten Touch.
Dass die Ensemble nicht nur Einzelkämpfer sind, sondern auch gemeinsam gut harmonieren, beweisen sie am Ende mit dem Fantasy Medley. Von den grünen Hügeln des Tolkien’schen Auenlandes geht es mit den Ghostbusters auf Geisterjagd in die Straßen von New York. Die Musikschule präsentiert sich eben auch in diesem Jahr wieder facettenreich mit jeder Menge frischer Ideen zum Fest.

Von Kirsten Gnoth